Eilmeldung: Trump-Administration fordert trotz Unternehmenswiderstands 100-Milliarden-Dollar-Investition in venezolanisches Öl
Die Trump-Administration erhöht den Druck auf US-Ölkonzerne, mindestens 100 Milliarden Dollar in die kollabierte venezolanische Ölinfrastruktur zu investieren, nachdem Präsident Nicolás Maduro letzten Monat festgenommen wurde. Dies führt zu einem bedeutenden geopolitischen und unternehmerischen Patt. Präsident Trump kündigte Pläne für einen Venezuela-Besuch an, nachdem US-Energieminister Chris Wright eine zweitägige Bewertungsreise abgeschlossen hatte. Dies fiel zeitlich mit der Verabschiedung eines Gesetzes durch die venezolanische Nationalversammlung zusammen, das erstmals seit zwei Jahrzehnten private und ausländische Investitionen in Öl erlaubt. Trumps erklärtes Ziel ist es, „Ölmengen zu fördern, wie sie nur wenige je gesehen haben“, und das erhöhte Angebot zu nutzen, um die Verbraucherkosten zu senken und gleichzeitig Einnahmen für eine befreundete venezolanische Regierung zu generieren.
Kritische Datenpunkte offenbaren das Ausmaß des Verfalls: Venezuela hält offiziell 300 Milliarden Barrel Reserven – die größten der Welt – exportierte 2023 jedoch nur 211,6 Millionen Barrel im Wert von 4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Saudi-Arabien erlöste 181 Milliarden Dollar aus 267 Milliarden Barrel. Die Produktion ist in den letzten 10-15 Jahren aufgrund systematischer Unterinvestitionen und der Plünderung von PDVSA durch die Chávez- und Maduro-Regime um etwa 1,5 Millionen Barrel pro Tag eingebrochen. Die Infrastruktur des staatlichen Ölkonzerns ist so heruntergewirtschaftet, dass Monica de Bolle vom Peterson Institute feststellt: „Viele Dinge müssen komplett verschrottet und von Grund auf neu aufgebaut werden.“
Der Widerstand der Unternehmen ist unmittelbar und erheblich. ExxonMobil-CEO Darren Woods hat Venezuela öffentlich in seinem jetzigen Zustand als „uninvestierbar“ bezeichnet. Dies spiegelt das Branchentrauma von der Enteignung 2007 wider, bei der Exxon und ConocoPhillips Vermögenswerte im Wert von 8,3 Milliarden Dollar an Schadensersatzansprüchen verloren, die bis heute unbeglichen sind. Energieminister Wright bestätigte, dass die Administration trotz anhaltender paramilitärischer Gewalt durch „Colectivos“ keine Sicherheitsgarantien bietet, während Trump damit drohte, Exxon-Investitionen zu blockieren, anstatt Anreize zu bieten – eine Politik, die als „Nur-Zuckerbrot, kein Peitsche“ beschrieben wird.
Dies unterscheidet sich von früheren Venezuela-Engagements, da es auf einen tatsächlichen Regimewechsel (Maduros Festnahme) folgt und nicht auf Sanktionserleichterungen, explizite Investitionsforderungen von 100 Milliarden Dollar beinhaltet anstatt explorative Gespräche, und inmitten eines globalen Ölüberangebots (65 Dollar/Barrel) stattfindet anstatt der 100-Dollar-plus-Preise, die venezolanisches Schweröl in der Chávez-Ära marginal rentabel machten.